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Ein breites Bündnis ruft dazu auf dem Friedensnobelpreisträger Obama die rote Karte zu zeigen.
Demonstration am 17.06.2013 in Berlin
Auftakt 17 Uhr am Bertolt-Brecht-Platz
- Sofortige Beendigung des Krieges in Afghanistan
- Weltweites Verbot von bewaffneten Drohnen
- Abschaffung aller Atomwaffen
- Kein Raketenabwehrschirm
- Beendigung des Rüstungswahnsinns der USA
- Sofortige Schließung von Guantanamo und Freilassung und Entschädigung der politischen Gefangenen
- Bekämpfung der unmenschlichen Gefängnisindustrie in den USA
Der Bündnisaufruf zur Demo:
YES WE CAN: Obama die rote Karte zeigen
- US-Politik die Grenzen aufzeigen -
Mit der Wahl Barack Obamas verbanden viele die Hoffnung auf positive Änderungen der US-Außen- und Innenpolitik: Beschränkung der aggressiven imperialen Aggressions- und Rüstungspolitik der USA, tragfähige Friedensinitiativen im Mittleren Osten, Initiativen für weltweite Abrüstung, Schließung von Guantánamo, Schritte hin zur Beendigung des rassistischen Justizsystems und zu sozialer Gerechtigkeit.
Nach sechs Jahren seiner Regierung haben sich keine dieser Hoffnungen erfüllt, im Gegenteil. Die mörderischen Drohnenangriffe haben explosionsartig zugenommen, der sogenannte „Krieg gegen den Terror” wurde intensiviert und unter seinem Deckmantel der Abbau demokratischer Rechte ausgeweitet, die Ausgaben für Rüstung und Krieg stiegen ins Unendliche, während sich Armut, Hoffnungslosigkeit und sozialer Zerfall in den USA verbreitet.
Ein Bündnis aus Friedens-, Bürgerrechts- und Solidaritätsbewegungen, Free Mumia Initiativen rufen dazu auf, der Politik der US-Regierung die rote Karte zu zeigen.
Demonstration und Menschenkette am 17. 06. 2013 in Berlin
Auftakt um 17 Uhr am Bertolt-Brecht-Platz
Abschluss am Pariser Platz vor der US-Botschaft
„Krieg gegen den Terror” beenden – Kampfdrohnen ächten
Die weltweite militärische Dominanz bleibt auch unter Präsident Obama erklärtes Ziel der US-Politik. US Kampfdrohnen morden und verbreiten Terror in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia. Unter der Führung des Oberbefehlshabers Obama sind US-Militär und Geheimdienste in Dutzenden von Ländern der gesamten Nah-Ost-Region und Afrika so wie in anderen Teilen der Welt aktiv. Die Souveränität schwächerer Länder und das Völkerrecht werden permanent verletzt, Menschenrechte missachtet. In Foltergefängnissen werden Menschen gequält. Guantánamo steht beispielhaft für diese Politik der US-Regierung.
Wir fordern:
- Die Liquidierung von Menschen durch Drohnen und Sondereinsatzkommandos muss beendet werden.
- Ächtung von Kampfdrohnen.
- Sofortige Schließung von Guantánamo.
- Entschädigung der Opfer und ihrer Angehörigen.
Ausweitung des Krieges in Afghanistan und Pakistan, militärische Aggressionen und Bedrohungen, Einmischung in andere Länder und ihre Subversion – es ist kein Ende in Sicht.750 ausländische Militärbasen der USA sind die Einsatz- und Interventionszentren dieser und zukünftiger Kriege.
Wir fordern:
- „Bring all troops home”.
- Schließung aller US-amerikanischen Auslandsbasen.
Die USA sind Rüstungsweltmeister
Mit Rüstungsausgaben von 682 Milliarden Dollar ist die USA unter Obama verantwortlich für beinahe 40 Prozent aller weltweiten Rüstungsausgaben. Von den rund 19.000 Atomwaffen befinden sich fast 95 Prozent in den USA und Russland. Zwar verringern beide Staaten die Zahl ihrer Sprengköpfe. Jedoch modernisieren die USA ihr Atomwaffenarsenal und errichten einen Raketenabwehrschirm.
Wir fordern:
- Eine Welt ohne Atomwaffen und Raketenabwehrschirme.
- Die US-amerikanischen Atomwaffen in Büchel müssen abgezogen werden.
Demokratie und BürgerInnenrechte verteidigen – Rassistische Strafjustiz stoppen!
Demokratische- und Menschenrechte unterliegen in den USA einer permanenten Bedrohung. Überwachungstechnologien verschärfen repressive Kontrolle und Demokratieabbau. Der Sicherheitsstaat in den USA wird ausgebaut. Die Militarisierung der Polizei und der Einsatz des Militärs im Inland nehmen zu. 25% aller Gefangenen weltweit befinden sich in US-Haftanstalten (bei einem Weltbevölkerungsanteil von nur 5%). Mit den Gefangenen werden riesige Profite durch private Gefängniskonzerne erwirtschaftet. Die USA sind eine der wenigen Industrienationen, die weiterhin an der Todesstrafe festhalten. Seit 1977 sind mehr als 1300 Todesurteile vollstreckt worden.
Wir fordern:
- Die Wahrung demokratischer- und Menschenrechte
- Beendigung der rassistischen und politischen Strafjustiz und der Todesstrafe
- Freiheit für Mumia Abu Jamal, die Cuban 5 und für alle anderen politischen Gefangenen in den USA!
Der 25-jährige US-Soldat Bradley Manning machte Fakten zu Kriegsverbrechen, Folterungen, Korruption und geheimdienstlichen Intrigen während der Irak und Afghanistan Kriege öffentlich. Verantwortliche für die Verbrechen gingen straffrei aus, während Bradley Manning angeklagt wurde. Seit mehr als drei Jahren befindet er sich unter teils unmenschlichen Haftbedingungen in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihm u.a. Geheimnisverrat und Feindesunterstützung.
Wir fordern:
- Freiheit für Bradley Manning.
- Nicht Bradley Manning gehört ins Gefängnis, sondern diejenigen, die Kriegsverbrechen begehen, vertuschen und verantworten.
- Der Mut von Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.
Solidarität mit Lateinamerika – US-amerikanische Einmischung beenden
In vielen Ländern Lateinamerikas haben sich fortschrittliche Regierungen durchgesetzt. Seitdem verändern sich die Beziehungen zwischen den lateinamerikanischen Ländern untereinander und zum Norden. Mit den regionalen Integrationsprojekten bieten sich Alternativen zu den ungleichen Nord-Süd-Beziehungen an. Durch Geheimdienste und direkte Einflussnahme versucht die US-Politik die Interessen der internationalen Rohstoffkonzerne zu schützen und die Politik der Regierungen Lateinamerikas zu torpedieren.
Wir fordern:
- Keine Einmischung in die demokratischen Entwicklungen in Lateinamerika durch die USA.
- Sofortige Beendigung der Blockadepolitik gegen Kuba.
Bundesregierung muss handeln – für eine friedliche Außen- und Sicherheitspolitik
Vielfältig gemeinsam mit den USA setzt die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik (meistens im Rahmen der NATO) auf eine Politik der Aufrüstung, der militärischen Interventionen und der Durchsetzung von Wirtschafts- und Rohstoffinteressen gegen die Staaten des globalen Südens. Dazu wird auch die Anschaffung von Kampfdrohnen angestrebt. Von US-Standorten in Deutschland (Africom in Stuttgart und Ramstein) werden US-Drohnen in afrikanische Länder gesteuert. Die Bundesgierung scheint dies stillschweigend zu dulden und macht sich somit mitschuldig an diesen völkerrechtswidrigen Aggressionen.
Wir fordern:
- Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr
- Keine Nutzung deutschen Territoriums für die völkerrechtswidrigen US-Drohneneinsätze.
- Ende aller Auslandseinsätze der Bundeswehr.
- Die Bundesregierung muss die Außenpolitik konsequent auf eine gewaltlose Friedenspolitik ausrichten.
- Deutschland muss aktiv dazu beitragen, dass eine soziale und gerechte Entwicklung der Länder des globalen Südens möglich wird.
Berlin, den 31.05.2013
übernommen von TAZ-Bewegung: http://bewegung.taz.de/termine/yes-we-can-obama-die-rote-karte-zeigen
80 Jahre nach “Machtergreifung” übernehmen der Bürgermeister von Berlin- Mitte und der Landrat von Auschwitz / Oswiecim gemeinsam die Schirmherrschaft für das Friedensfestival Berlin und die Gedenkkonzerte in Berlin und Auschwitz/ Oswiecim.
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80 Jahre nach “Machtergreifung” wird Esther Bejarano, eine Überlebende des Frauenorchesters von Auschwitz und unentwegte Friedensaktivistin beim 5. Friedensfestival den symbolischen Grundstein für ein ” Berlin -Zentrum für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte” legen und ihre Kernbotschaft im Konzert mit Mircophone Mafia vermitteln: Wir brauchen Einsatz für mehr Menschlichkeit!
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80 Jahre nach “Machtergreifung” sind Diskrimininierung, Nationalisimus, Militarismus , Hunger, Folter, Flüchtlingsdramen auch mit deutscher Beteiligung aktiv. Wir setzten uns für eine Institution in Berlin ein, die Völkerrecht und Ethik zu einer Stimme verhilft.
Dafür ist ein Netzwerk von entschlossenen, engagierten, ideologiefreien, authentischen Menschen, eine Lobby für Frieden und Gerechtigkeit, nötig. Über 100 Organisationen beteiligen sich bereits beim Friedenfestival Berlin und laden dich und Sie ein, ihre individuelle Arbeit kennen zu lernen und das große Ziel zu unterstützen.
Friedensfestival Flyer Seite 1 Friedensfestival Flyer Seite 2
„Nein“ zur Normalisierung des Krieges nach Innen und Außen
Unter dem Deckmantel des „humanitären Krieges“ wird versucht, das „Recht des Stärkeren“ als Prinzip der internationalen Politik durchzusetzen. Doch Frieden und Demokratie lassen sich nicht herbeibomben – Kriege hinterlassen im Gegenteil unzählige Tote, Verwundete und Flüchtlinge sowie die Zerstörung von Umwelt und Infrastruktur. Jeder Krieg verweist auf das Versagen der internationalen Diplomatie und den Unwillen zu einer zivilen Konfliktlösung.
Für emanzipatorische Bildung – „Nein“ zur Militarisierung der Gesellschaft
Bildung und Wissenschaft können dazu beitragen, die Ursachen von Krieg und die Voraussetzungen für Frieden zu ergründen. Alle Menschen können sich mit den drängenden Problemen der Gesellschaft befassen und für eine menschenwürdige Welt wirken. Der Einfluss der Bundeswehr auf die Schulen und militärisch orientierte Forschung und Lehre an Hochschulen zielen stattdessen auf die Vorbereitung, Akzeptanz und Normalisierung von Krieg als Mittel der Politik. Hiergegen setzen wir uns zur Wehr und rufen dazu auf, sich aktiv gegen die Militarisierung der Gesellschaft, für militärfreie Bildung und Wissenschaft einzusetzen.
Dezentrale Aktionstage
Vom 13. bis 15. Juni 2013 sollen in möglichst vielen Städten vielfältige und kreative Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt werden. Wir wollen Politik und Öffentlichkeit auf die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft aufmerksam machen und für eine friedliche, aufklärerische Ausrichtung von Bildung und Wissenschaft streiten.
Militär und Rüstungsindustrie raus aus der Bildung!
Wir fordern Schulen und Hochschulen auf, ihre Verantwortung für eine friedliche Gesellschaft wahrzunehmen. Die Selbstverpflichtung der Hochschulen auf zivile und friedliche Zwecke durch die Einführung von Zivilklauseln und Beschlüsse von Schulen gegen Kooperationen mit dem Militär sind entscheidende Schritte dorthin.
Die zivile und friedliche Ausrichtung der Hochschulen soll gesetzlich verankert werden. Durch die strukturelle Unterfinanzierung von Bildung und Wissenschaft werden viele Hochschulen in Kooperationen mit Rüstungsunternehmen getrieben. Öffentliche Einrichtungen dürfen jedoch nicht dem Profit durch Rüstung und Krieg dienen. Der Abhängigkeit der Wissenschaft von externen Geldgebern muss daher durch eine ausreichende öffentliche Finanzierung entgegengewirkt werden. Forschungsprojekte und Geldquellen müssen offengelegt werden.
Wir fordern die Regierungen auf, Schulen als zivile Einrichtungen zu erhalten. Wehrdienstberater und Jugendoffiziere werben an Schulen immer intensiver für eine Karriere bei der Bundeswehr und präsentieren den Beruf des Soldaten als ganz normalen Job. Tatsächlich sterben und töten deutsche Soldaten und Soldatinnen in Afghanistan und anderswo. Die Kooperationsabkommen mit der Bundeswehr müssen ersatzlos gekündigt werden. Bildung und Wissenschaft für eine friedliche Welt!
Bundeswehr raus aus den Schulen! Zivilklauseln an allen Hochschulen!
Unterstützungsmail an: kontakt@antimilitaristische-aktionstage.info
Quelle: http://www.antimilitaristische-aktionstage.info
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